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Johannes Wegmann 2017-09-13

Am letzten Sonntag war im Landkreis Miesbach der Tag des offenen Denkmals.

Der Förderturm Hausham ist das einzige in Oberbayern noch bestehende Industriedenkmal, das aus der Berbau-Epoche erhalten geblieben ist. Zwischen 1860 und 1966 wurde in Hausham Pechkohlebergbau betrieben und in der Hochzeit um 1930 herum wurde der Neubau des Förderturms über dem Klenzeschacht beschlossen, um die Föderleistung noch zu steigern. Entworfen wurde der Förderturm von der Architektengemeinschaft Fritz Schupp und Martin Kremmer. Ungewöhnlich am Förderturm ist die Eisenbetonkonstruktion, die zu dieser Zeit noch sehr selten eingestetzt wurde. Kremmer und Schupp waren zu dieser Zeit führendend auf dem Gebiet der Industriearchitektur in Deutschland. Sie schufen zahlreiche Zechenbauten im Ruhrgebiet, unter anderem die berühmte Zeche Zollverein in Essen. Da der Kohleabbau in den 50er und 60er Jahren stark zurückging, wurde im März 1966 die letzte Schicht gefahren. Nach 30 Jahren Betriebszeit hatte der Förderturm keine Funktion mehr. Bis heute ist der Turm ein weithin sichtbares Wahrzeichen Haushams geblieben, das die Erinnerung an die Geschichte des Ortes und seines Bergbaus wachhält. Der Förderturm ist ein einmaliges Industriedenkmal mit überreginaler Bedeutung und steht deswegen unter Denkmalschutz.

Der Förderturm in Hausham lockte über 300 Besucher an, die großes Interesse an diesem Industriedenkmal zeigten.
Mit einer kleinen Lichtinszenierung durch die Firma Laut und Hell wurde der künftige "Geist" des möglichen Eventortes schon spürbar.

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